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Band: ENSLAVED
Titel: Roadburn Live
Genre: Progressive Nordic Dark Metal
Label: By Norse
Format: Album CD
Punkte: -- / 10

Es spricht wohl eher für als gegen Enslaved, dass die 1991 ins Leben gerufene Viking Black Metal-Formation erst jetzt eine offizielle Live-Album-Veröffentlichung publiziert. Dies denkt man sich als Unwissender nach dem Lesen des aktuellen PR-Textes.

Doch halt, brachten nicht Indie Recordings 2009 bereits die CD „Live At The Rock Hard Festival“ als Live-Album auf den Markt? Und hierbei möchte ich in beflissener Archivar-Manier gleich auch noch „Live Retaliation“ erwähnen, einst vom polnischen Label Metal Mind Productions im Jahre 2003 als DVD unters Fan-Volk geschmissen. Sowie „Return To Yggdrasill“, 2005 von der skandinavischen Company Tabu Recordings ebenfalls im DVD-Format gepresst.


Besser hin und wieder als dauernd, könnte man somit also aktuell dazu sagen, zählen die aufrechten Mannen um Anführer Grutle Kjellson doch ohnehin zu der sehr raren Sorte von 100-prozentigen Idealisten. Und zu den besten Live-Acts des Genres, wovon man sich mittels „Roadburn Live“ im heimischen Ambiente bequem überzeugen kann. 



Aufgezeichnet wurde 2015 eine Headliner-Festivalshow im niederländischen Tilburg auf dem dortigen Roadburn Festival, wofür Gitarrist Ivar Bjørnson als Kurator fungierte. Tastenmann Herbrand Larsen gab dabei seinen Ausstand.

Gespielt wurden eher neuere Stücke, die der progressiven Nordic Dark Metal-Ära der Gruppe entsprangen, von den Alben „Below The Lights“, „Isa“, „Monumension“, „Riitiir“ und „In Times“. Als Gäste partizipierten Einar Selvik von Wardruna, Aðalbjörn Tryggvason von Sólstafir, Per Wiberg (Opeth, Candlemass). Sowie Menno Gootjes von Focus, der beim Led Zeppelin-Cover „Immigrant Song“ mitmischte, der allerersten Nachspielversion, die es überhaupt von Enslaved auf einem Release gibt.

Der gezeigte Auftritt ist für die Band urtypisch, mühelos überzeugend und auch vollauf sympathisch. Und da Jens Bogren in seinen Fascination Studios das Mastering übernahm, gibt es auch klanglich nichts Großes auszusetzen.


© Markus Eck, 14.04.2017

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