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Special: Thorsten Wienrich
Titel: Mit ureigener Mischtechnik

Der deutsche Illustrator und Coverdesigner Thorsten ‚Thor’ Wienrich, geboren am 27.11.1971 im schwäbischen Crailsheim, entdeckte schon lange vor seiner Ausbildung zum Autolackierer starkes Verlangen nach zeichnerischer Umsetzung seiner musikalischen Vorlieben.

Im Alter von 13 Jahren legte er sich daraufhin seine erste Airbrush-Pistole zu und von da an gab es kein Zurück. Mit dieser arbeitete er anfangs noch verstärkt, fand aber dann mit der nachfolgenden Zeit zu seiner ureigenen Mischtechnik.

Am liebsten verwendet Thorsten dabei Tusche und Acrylfarben; die Airbrush ist für ihn mittlerweile nur noch ein bedingtes Werkzeug, um gewisse Effekte zu erzielen oder Zeit zu sparen. Denn neben einem regulären Vollzeitjob ist es nicht immer einfach, sich nach Feierabend noch mit vollstem Einsatz in sein Hobby zu knien.

So saß Wienrich für das Album-Frontcover der 1999er Mystic Circle-Veröffentlichung „Infernal Satanic Verses“ circa eineinhalb Monate allabendlich vor seinem Zeichenbrett.

Weiterhin malte er eigenständige Frontbilder für Veröffentlichungen von einheimischen Truppen wie Black Abyss („Land Of Darkness“), Isegrim („Dominus Inferus Ushanas“) oder auch „Apocalyptic Millenium“ von Vilkates.

Seine Vorbilder sind in erster Linie Boris Vallejo, Luis Rojo und auch Maurits Cornelis Escher. Autodidakt Thorsten ist ein echtes Naturtalent, er genoß zu keiner Zeit eine etwaige künstlerische Ausbildung o.ä.

Musik spielt in seinem Leben eine wie zu erwarten sehr große Rolle. Seine Favoriten sind Bands wie Tool, Megadeth, Fields Of The Nephilim und Soundgarden. Zudem ist er ein riesiger Alice Cooper-Anhänger, der aber gerne auch älteren Acts wie Styx, Rush oder The Who sein Ohr leiht.

Im Laufe seiner Ausbildung zum KFZ-Lackierer bekam er dann auch schon die ersten kleineren Auftragsarbeiten zugeteilt. Anfangs zunächst noch ausschließlich für enge Freunde und Bekannte, denen er Motorradhelme und -Tanks sowie Lederjacken und die Motorhauben der Autos kunstvoll verzierte.

Dies sprach sich ziemlich schnell herum und erste professionelle Aufträge ließen nicht sehr lange auf sich warten. Es folgten Gestaltungen von Werbeschildern, dekorative Wandbemalungen in der Gastronomie und auch das Wirken als Bodypainter auf Erotic- und Tattoo-Messen.

© Markus Eck, 12.07.2001

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