
| Interview: | ASARU |
| Titel: | Elementar |
Als der ehemalige südhessische Agathodaimon-Musiker Frank Nordmann Schwarzmetallschmiede 1995 gründete, sah er sich bestimmt noch nicht in der Gegenwart damit angekommen.
Nun veröffentlicht der Gitarrist und Sänger mit seiner Band das dritte Album „V.O.I.D.“, welches dem 2012er Vorgänger „From The Chasms Of Oblivion“ folgt. Seit 2007 befindet sich Frank in seiner Wahlheimat Oslo, von dort aus refomierte er Asaru zwei Jahre später mit neuen Mitgliedern.
„Es ist definitiv grossartig, dass die Scheibe nach all den Verzögerungen endlich in den Startlöchern sitzt. Schon kurz nach dem Vorgänger hatte ich den Song ‚Fire - Raise The Flame‘ schon komplett fertig und dann nach und nach am restlichen Album gearbeitet. Uns war sofort klar, dieser ‚Banghammer‘, wie Schlagzeuger Seb das Lied nannte bevor es einen Text hatte, wird der Opener.“
Der Asaru-Mainman war früher immer sehr kontaktfreudig mit Fans und auch dem Publikum bei Konzerten generell, wie er sagt.
„In den letzten Jahren bin ich aber auf keinen sozialen Medien mehr vertreten. Ich zog mich praktisch aus der Öffentlichkeit zurück, habe aber noch Kontakt zur gesamten Urbesetzung von Asaru aus der Anfangszeit 1995/1996.“
Der neue Output kesselt - thrashiger, ungestümer, partiell ritualistisch klingender Black Metal, derb und viehisch bekehlt, betont kompromisslos, auch gesanglich.
Frank: „Das Wichtigste dabei ist, dass mir jeder einzelne Song auch selber gefällt. Schliesslich mache ich Asaru weil ich es machen will und nicht weil jemand es von mir erwartet. Ich habe kein Problem damit bei einer anderen Band zu spielen, deren Musik mir gar nicht zusagt. Aber mit Asaru wird das nicht vorkommen. Erst wenn ich mit einem Song zufrieden bin, geht er raus an den Seb für den letzten Feinschliff.“
Ein merklich der Natur und Natürlichkeit gewidmetes Gesamtwerk voller intensiver Momente. Der Frontmann schätzt es inmitten der Diskographie von Asaru ein:
„Musikalisch ist ‚V.O.I.D.‘ eher mit ‚From The Chasms Of Oblivion’ als mit früheren Outputs zu vergleichen, da auch dasselbe Line-Up dahinter steht. Textlich ist es ein Konzeptalbum über die Entstehung und den Untergang der Welt. Die ersten vier Songs behandeln die vier Elemente, die weiteren fünf Tracks das Leben, die Menschheit sowie Religion, Krieg und Untergang. Dieses Mal musste also die gesamte Musik zuerst fertig sein, um die Reihenfolge festzulegen bevor ich mit den Texten anfangen konnte. Nachdem sämtliche neun Songs fertig waren kamen also erst die restlichen acht Texte.“
Abgesehen von einem uralten Riff eines Ex-Asaru-Gitarristen stammt die gesamte Musik und sämtliche Texte auf „V.O.I.D.“ von ihm, wie er wissen lässt. „Diesmal haben wir im Strandstudio in Oslo aufgenommen. Was etwas völlig anderes gewesen ist, als im Kohlekellerstudio einzuspielen. Ruth und Eddies Gesang stammt aus dem Kohlekeller. Wäre ja quatsch gewesen, wenn die beiden wegen drei Songs von Darmstadt nach Oslo gekommen wären.“
Zu diversen Gründen bzw. Anlässen befragt, die zur jeweiligen thematischen Fokussierung auf „V.O.I.D.“ führten, informiert Frank wie folgt:
„Ich hatte mir überlegt, während ich die ersten Songs geschrieben hatte: Was kann ich besser machen als auf den Vorgängeralben? Das Textkonzept war Antwort Nummer eins. Also habe ich die Idee ausgetüftelt mit neun Welten, neun Songs, neun Themen von Anfang bis Untergang. Auch wenn die Texte ineinander übergehen, kann auch jeder Song für sich stehen. Am meisten Kopfzerbrechen hatte ich bei dem Text von ‚Invisible Infinite Shields‘. Thema Luft. Da habe ich lange dran gesessen.“
Im Weiteren drehen sich Songs auch um obligatorische Themen wie das leidige Thema „Rücksichtslose Menschheit“, und damit eben auch Religion und Kriege - Jahrtausende um Jahrtausende geht das alles nun schon so. Neid, Gier, Bösartigkeit, Intrigen, Verlogenheit, etc. und die Menschheit, sie kommt und kommt dahingehend nicht weiter … soll sie nicht, darf sie nicht, will sie nicht oder kann sie einfach nicht?
„Ja, das sind die Songs sechs, sieben und acht. Menschheit, Religion und Krieg. Als Kind habe ich manchmal ‚Raumschiff Enterprise‘ geguckt. Da gibt es eine Folge wo ein Ausserirdischer zu Captain Kirk sagt: ‚Es liegt in eurer Natur, euch selbst zu zerstören.‘ Diesen Satz habe ich nie wieder vergessen. Dementsprechend würde ich sagen, der Mensch kann nicht anders. Auch wenn derzeit besonders in Europa jetzt Bestrebungen anstehen, die Welt zu retten. In anderen Teilen geht die Umweltzerstörung dafür ins nächste Level, beispielsweise Südamerika, wo Materialien für Elektroauto-Batterien abgebaut werden, damit der Westen als Heilsbringer dastehen kann.“
Aktuell das dritte Album in ganzen drei Dekaden Band-Existenz - eilig hatten es Asaru also nie, wie es scheint.
„Wir hatten in Deutschland ständig Proberaum und/oder Line-Up-Probleme. Dazu war ich viel mit Agathodaimon beschäftigt. Ich hätte natürlich gerne mehr Aktivität gehabt, aber im Endeffekt gebe ich lieber weniger Material raus und bin mit dem Ergebnis zufrieden, anstatt in kürzester Zeit immer etwas nachzulegen, wo mir zwei Tage nach dem Aufnehmen eine Verbesserungsmöglichkeit nach der anderen einfällt.“
Der Albumvorgänger „From The Chasms Of Oblivion“ kam in 2012. „Wir hatten zwischendrin Phasen, in denen wir gar keinen Kontakt miteinander hatten. In der Zeit direkt nach ‚Chasms‘ hatte ich 12 Jahre lang soviel gearbeitet wie noch nie im Leben um mir einen finanziellen Backpuffer aufzubauen und um überhaupt das nächste Album aufnehmen zu können. Studiozeit ist teuer und die beiden Videos waren auch nicht gratis. Wenn man ein gutes Ergebnis will muss man den Preis bezahlen. Auch wenn es heute möglich ist, zu Hause wirklich passable Aufnahmen hinzulegen. ‚Dead Eyes Still See‘ und ‚From The Chasms Of Oblivion‘ haben eine beachtliche Produktion und diese galt es mit ‚V.O.I.D.‘ aufrecht zu halten. Qualität ist eben wichtiger als Quantität.“
2012 bis jetzt - 14 Jahre sind eine vermeintlich lange Zeit in diesen ziemlich unsteten Tagen. „Wir hatten für Mai 2020 das Kohlekellerstudio gebucht und dann kam Covid und wir mussten den Trip nach Deutschland abblasen. Einige Zeit später haben wir Marius Strand im Internet gefunden und dort stressfrei aufgenommen und gemischt. Natürlich habe ich ihm vorher ‚Chasms‘ auf die Ohren gedrückt und gesagt: ‚Schaffen wir es, diese Scheibe zu toppen, können wir sagen: Mission accomplished.‘ Welche CD jetzt letztlich die bessere ist, ist aber wohl Geschmacksache. Die Produktionen sind doch sehr unterschiedlich. Ziel war es ‚V.O.I.D.‘ vom Sound her autofreundlicher zu gestalten. ‚Dead Eyes‘ ist extrem poliert, ‚Chasms‘ sehr aggressiv. Was den reinen Gitarrensound betrifft, muss ich sagen: Den finde ich auf ‚V.O.I.D.‘ am besten. Ja, das trifft zu, Hochs und Tiefs habe ich beim Songwriting eigentlich immer. Manche Songs schreiben sich fast von selbst, während andere beinahe ewige Baustellen bleiben. Oft ist aber einer der schwierigsten Momente die Phase, in der das Lied zu 80 bis 90 Prozent fertig ist und man nur noch das ‚Missing Link‘ benötigt, dass den Unterschied zwischen `gut` und `Oberhammer` macht.“
© Markus Eck, 07.01.2026
Photo Credit: Asaru
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